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* Virus *
Hintergrundinfos Viren
Bedrohungen durch Viren
Eine Bedrohung ist ein Umstand / Ereignis, der /das die Verfügbarkeit,
Integrität, Vertraulichkeit von Informationen oder ihre Verarbeitung
in einem IT-System gefährden kann. Computerviren oder Schadprogramme
stellen eine solche Bedrohung dar. Sie beinhalten meist Schadensfunktionen,
die sowohl unbeabsichtigt, als auch bewusst gesteuert auftreten können.
Was können Computerviren anrichten
Im modernen Büroalltag kommt der Benutzung und Integration von
IT-Systemen (Hard- und Software) eine immer stärkere Bedeutung zu.
Dies führt zu einer steigenden Abhängigkeit von den IT-Systemen
und einhergehend damit natürlich auch zu der Forderung nach ständiger
Verfügbarkeit. Um diese zu erreichen, ist ein gut funktionierender
Virenschutz unerlässlich.
Hard- und Software, sowie die Daten von Unternehmen/Behörden, sind
jederzeit durch den Einsatz von bösartiger Software, wie z.B. Computerviren,
Hackertools, trojanische Pferde und Netzwürmer gefährdet. Durch
geeignete Gegenmaßnahmen müssen diese Gefahren ausgeschaltet
oder zumindest minimiert werden. Gefahren, die von Viren ausgehen sind
z.B.:
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Daten- und Systemverluste
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Daten- und Systemveränderungen
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Ausspähen von sensiblen (Benutzer-) Daten (Sniffing)
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Fernkontrolle über Netzwerke auf fremden Rechnersystemen
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Blockieren von Firmennetzwerken
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Zusammenbruch der Mail-Infrastruktur
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Verbreitung von Viren, Trojaner- und Backdoorprogrammen
Aufbau eines Computervirus;
Reproduktionsteil
Durch diesen Bestandteil wird die Vermehrung des Virus; durchgeführt.
Die Eigenschaft der Reproduktion führte in Analogie zum biologischen
Vorbild zu der Bezeichnung "Virus". Ein Hauptziel dieses Virenschutzkonzeptes
ist es, diese Reproduktion zu verhindern.
Erkennungsteil
Um die Verbreitung zu beschleunigen, beinhalten einige Virenarten einen
Erkennungsteil. Dort wird geprüft, ob bereits eine Infektion des Systems
oder von Programmen stattgefunden hat und der Virus daher auf eine erneute
Infektion verzichten kann. Jedes Wirts-Programm wird nur einmal infiziert.
Die Entdeckung wird damit auch verzögert, da durch mehrfache Anlagerung
des Virus-Codes die Dateien sonst so groß werden, dass sie entweder
nicht mehr ausführbar sind oder aber dem Benutzer die Größenveränderung
schneller auffällt.
Schadensteil
Manche Viren beinhalten eine absichtlich programmierte Schadensfunktion.
Diese kann Programme oder Dateien überschreiben bzw. verändern
oder die Ausgabe von Meldungen auf dem Rechner veranlassen. Dieser Programmteil
kann fehlen, aber es entsteht auf jeden Fall ein Schaden durch Inanspruchnahme
von Speicherplatz im Hauptspeicher und auf Datenträgern. Manche Viren
sind sehr laienhaft programmiert oder sie nehmen Veränderungen am
Betriebssystem vor,
wodurch weitere Schäden als Nebeneffekte auftreten können,
die nicht beabsichtigt waren. Die Aufgabe des vorliegenden
Virenschutzkonzeptes ist es durch geeignete Maßnahmen den Schadensteil
der Viren zu minimieren bzw. ganz zu unterbinden.
Bedingungsteil
Der Verbreitungsteil und auch der Schadensteil von Viren können
von Bedingungen abhängig programmiert sein. Zum Beispiel tritt bei einigen
Viren der Schaden an einem bestimmten Datum oder bei einer bestimmten Anzahl
von Aufrufen ein. Auch dieser Teil kann fehlen.
Tarnungsteil
Um die Entdeckung des Virus; im infizierten System zu erschweren, werden
Programmroutinen implementiert, die den Virencode oder andere Auffälligkeiten
des Virus; verändern. Dadurch ist es für die Virenschutzsoftware
wesentlich aufwendiger solche Schädlinge zu erkennen und zu eliminieren.
Viren mit einem Tarnungsteil werden auch Stealthviren genannt.
Arten von Computerviren
Allgemein kann gesagt werden, dass ein Computervirus eine nicht selbständige
Programmroutine ist, die sich selbst reproduziert und dadurch vom Anwender
nicht kontrollierbare Manipulationen in Systembereichen, an anderen Programmen
oder deren Umgebung vornimmt. Die intensive Nutzung von E-Mail und Internet
im modernen Büroalltag trägt dabei zur schnellen internationalen
Verbreitung von Computerviren bei. Dabei unterscheidet man mehrere Grundtypen:
Boot-Virus
Boot-Viren überschreiben beim Laden des Betriebssystems den Boot-
oder Partitions-Sektor mit eigenen Programmteilen. Der Originalinhalt wird
an eine andere Stelle auf dem Datenträger verlagert und dann beim
Start des Computers nach dem Virus-Code ausgeführt. Dadurch startet
der Computer scheinbar wie gewohnt. Der Boot-Virus gelangt jedoch bereits
vor dem Laden des Betriebssystems in den Arbeitsspeicher des Computers
und verbleibt dort während der gesamten Betriebszeit. Er kann deshalb
den Boot-Sektor jeder nicht schreibgeschützten Diskette infizieren,
die während des Rechnerbetriebs benutzt wird und sich auf diese Weise
auf andere Computer übertragen.
File-Virus
Die meisten File-Viren lagern sich an Programmdateien an. Dies geschieht
jedoch so, dass beim Aufruf auch hier der Virus-Code zuerst ausgeführt
wird und erst anschließend das Originalprogramm. Dadurch läuft
das Programm anschließend wie gewohnt, und der Virus wird nicht so
schnell entdeckt. Es sind jedoch auch primitivere, überschreibende
Viren bekannt, die sich so an den Anfang des Wirts-Programms setzen, dass
dies nicht mehr fehlerfrei läuft.
Makro-Viren
Makro-Viren infizieren - im Gegensatz zu Boot- und File-Viren - nicht
Boot-Sektoren oder Dateien, die Programme enthalten, sondern in MS Word
geschriebene Dokumente und Templates ebenso wie MS Excel-Dateien. Der Viren-Code
wird als Makro in diese Dateien eingefügt.
Als Programmiersprache steht das von Microsoft entwickelte WordBasic
oder Visual Basic Script zur Verfügung. Dies ist zugleich auch die
Erklärung dafür, dass es von einigen Makro-Viren eine Vielzahl
von Varianten gibt. Destruktive PC-Anwender können, im Gegensatz zu
Boot- und File-Viren, mit geringem PC-Grundwissen zumindest
Varianten von Makro-Viren herstellen. Die schnelle und weltweite Verbreitung
verdankt diese Virenart der starken Verbreitung der Microsoft Office Produktpalette
in den Unternehmen.
Vergleichsweise wenige Makro-Viren sind aggressiv. Die größten
wirtschaftlichen Schäden ergeben sich aus den für das Säubern
umfangreicher Bibliotheken von Dokumenten. Die wirtschaftlichen Schäden
sind heute, verglichen mit Boot- und File-Viren, wesentlich höher.. |